Tscheggsch? – Signalisation auf Wanderwegen

Was bedeuten eigentlich die weissen Wegweiser, auf die man in jüngster Zeit vermehrt stösst? Die Schweizer Norm 640 829a „Strassensignale – Signalisation Langsamverkehr“ gibt Antwort: Bei weiss beschilderten Wegen handelt es sich um Wege, die „in Siedlungsgebiet verlaufen und dem Alltagsverkehr“ dienen. Wie Wanderwege dienen sie der Erholung. Die Wege führen allerdings mehrheitlich über befestigte Strassen und sind nicht Bestandteil der kantonalen Pläne, da die Weg- oder Netzqualität nicht der Norm entspricht. Erfahrungsgemäss führen diese Wege mehrheitlich über befestigte Strassen.

Kurz und bündig kann die Signalisation in der Schweiz wie folgt festgehalten werden:

weiss = Spazierwege
Spazierwege sind signalisierte Verbindungen, welche vorwiegende der Erholung zu Fuss dienen, in der Regel ausserhalb des Siedlungsgebietes verlaufen, jedoch nicht oder nicht vollständig Bestandteil der kantonalen Wanderwegnetze sind.

gelb = Wanderwege
Sie sind allgemein zugänglich und verlaufen möglichst abseits von Strassen für den motorisierten Verkehr und weisen möglichst keine Asphalt- oder Betonbeläge auf.

weiss-rot-weiss = Bergwanderwege
Dies sind Wanderwege, welche teilweise unwegsames Gelände erschliessen. Sie sind überwiegend steil und schmal angelegt und teilweise exponiert. Besonders schwierige Passagen sind mit Seilen und Ketten gesichert.

weiss-blau-weiss = Alpinwanderwege
Dabei handelt es sich um anspruchsvolle Bergwanderwege, welche über teilweise wegloses Gelände, Schneefelder und Gletscher, Geröllhalden oder durch Fels mit kurzen Kletterstellen führen.

pink = Winterwanderweg ODER Schneeschuhwanderweg
Diese Wege bestehen meistens aus einer präparierten Gehfläche, welche regelmässig unterhalten wird und an die Wandernden keine besonderen technischen Anforderungen stellt. Wird der Weg als Schneeschuhwanderweg geführt, verfügt dieser über keine präparierte Gehfläche und stellt deshalb erhöhte technische Anforderungen an die Benutzer.

braun = Wege zu touristisch bedeutsamen Objekten
Die touristische Signalisation hat keinen Routencharakter. Sie erfolgt deshalb in der Regel nur in eine Richtung.

Übersicht signalisierte Wege für zu Fuss Gehende

Die jeweiligen Signalisationen können zusätzlich mit einem quadratischen Routenfeld versehen sein. Ein solches kann auf eine lokale oder eine nationale Route hinweisen, Rollstuhlwanderwege signalisieren oder Laufwege kennzeichnen. Sie können ausserdem Hinweise geben über die Distanz und das Anspruchsniveau (blau = leicht, rot = mittel, schwarz = schwer).

Die Orientierung bleibt also anspruchsvoll. Wer sich lieber auf die Landschaft fokussieren möchte, dem empfehle ich, die nächste Wanderung durch mich führen zu lassen. Du geniesst die Natur und ich sorge für die klare Linienführung. Deal? Ich freue mich auf dein Signal.

Michael Meier

One thought on “Tscheggsch? – Signalisation auf Wanderwegen

  1. Halli Michael, ja i has, glöibi, tscheggt😆wenn und wo organisierscht wiedär ä Wandrig? Ä schönä Tag und ä liäbä Grüäss Bernadette

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