Langsam, aber sicher hat sich der Schnee auch aus den untersten Lagen verabschiedet und die Natur zeigt sich wieder von ihrer schönsten Seite. Höchste Zeit, die Wanderschuhe aus dem Keller zu holen, den Rucksack zu packen und sich gut ausgerüstet auf die Socken zu machen. Eine Wanderung in Klosters soll dabei den Auftakt in die neue Wandersaison machen. Klosters ist derzeit noch wenig besucht und entsprechend einladend ist es, sich jetzt auf eine ausgedehnte Rundwanderung im hinteren Prättigau zu machen.
Einkehren im Hennagadä und auf der Alp Garfiun
Vom Bahnhof Klosters Platz steigen wir links am Hotel Alpina in die Kirchgasse ein und folgen dieser bis zur Hauptstrasse. Diese überqueren wir und biegen in die Monbielerstrasse ein. Schon bald erreichen wir das Heimatmuseum Nutli Hüschi. Dieses bietet die Möglichkeit, die traditionelle Lebensweise und die Bauart der Walser zu erleben. Ausserdem wird im Bachhüschi nebenan von Ende Juli bis Ende Oktober jeden Freitag knusprig feines Holzofenbrot gebacken. Über die Talstrasse und den Höfjiweg verlassen wir dann das Dorf und biegen auf den Wanderweg ein. Der Weg führt in einer angenehmen Steigung durch das Tobel auf den Usserberg und weiter zum Sunnebeizli Hennagadä. Nach dieser ersten Wanderstunde stärken wir uns auf der Terrasse bei Kaffee und mit hausgemachtem Kuchen und erfreuen uns an der traumhaften Aussicht. Durch den Monbieler Wald wandern wir anschliessend weiter und erreichen nach etwas mehr als einer weiteren Stunde die bewirtete Alp Garfiun. Nun folgt der landschaftlich wohl eindrücklichste Abschnitt dieser Wanderung. Dort, wo sich der Vereina- und der Verstanclabach zur Landquart vereinen liegt eine weitreichende Auenlandschaft von nationaler Bedeutung. Diese alpine Schwemmebene und die Auengebiete mit Kiesbettfluren bilden eine riesige Palette an sehr wertvollen Lebensräumen. Wir wandern diesem schönen Wegabschnitt entlang talauswärt und nutzen die diversen Möglichkeiten, Rast zu machen und die Landschaft zu geniessen. Durch angenehm lichten Wald bewegen wir uns stets etwas erhöht zu den offiziellen Fahrwegen, um nach gut zwei Stunden wieder den Ausgangspunkt unserer Wanderung zu erreichen.

TIPP: Die Kräuterausstellung im oberen Stock des ‚Hennagadä‘ ist ein Besuch wert. Hier wird aufgezeigt, wie wertvolle Kräuter fachgerecht getrocknet werden und es wird Einblick gegeben, welche Pflanze bei welchem Leiden am besten Abhilfe schafft.
TOP: Unterwegs stehen diverse Einkehrmöglichkeiten zur Auswahl und dank einem regelmässigen Bus-Angebot zwischen Klosters und Monbiel kann die Wanderung beliebig verkürzt werden.

Eckwerte zur Tour:
Wanderzeit: rund 4 3/4 h (zzgl. Pausen); Distanz: 16.8 km, Aufstieg 606 HM, Abstieg 607 HM, Schwierigkeit T2; gute körperliche Verfassung, mittlere Kondition Einkehrmöglichkeiten: ja, Trinkwasser: Ja. Meiers Wertung: 5 Sterne. öV-Ticket ab Chur: CHF 23.80 (2. Kl. Hin- und zurück, 1/2-Tax)
Spontan entstandene Ergänzung:
https://www.suedostschweiz.ch/sendungen/rondo-wetter/rondo-wetter-30-05-25
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