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Wanderreise Korsika – Manifique!

Vom 20. – 27. September 2026 durfte ich mit einmaligen Gästen eine weitere unvergessliche Wanderwoche auf Korsika verbringen. Acht Tage traumhaftes Wanderwetter lud ein, das Programm wie geplant durchzuführen und wolkenloser Himmel sorgte auch untereinander für eine frohe, aufgeräumte Stimmung. Den Grundstein für gute Stimmung legte dabei bereits der Pilot des Fluges PE570 von Altenrhein…

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Vom 20. – 27. September 2026 durfte ich mit einmaligen Gästen eine weitere unvergessliche Wanderwoche auf Korsika verbringen. Acht Tage traumhaftes Wanderwetter lud ein, das Programm wie geplant durchzuführen und wolkenloser Himmel sorgte auch untereinander für eine frohe, aufgeräumte Stimmung. Den Grundstein für gute Stimmung legte dabei bereits der Pilot des Fluges PE570 von Altenrhein nach Calvi. Frisch und mit hörbarer Freude in der Stimme kommentierte er laufend das Panorama, das sich uns während dem Flug über die Alpen auf die Île de Beauté bot. Am Flughafen wurden wir bereits vom Chauffeur erwartet, der uns komfortabel und sicher mit dem Bus über L’Île-Rousse und Ponte-Leccia und dem Fluss Golo entlang nach Corte brachte. Ein Auftakt nach Mass, wenn sich in der Stadt nur nicht schon wieder die Rally-Fahrer mit ihren ohrenbetäubend knatternden Kisten aufgereiht hätten… Immerhin war der Spuk nach unserer Stadtbesichtigung und dem Besuch der Zitadelle bereits wieder vorbei. So konnten wir die Ambiente und den Charme der ehemaligen Hauptstadt (1755 – 1769) doch noch eingehend auf uns wirken lassen.

Manganello Tal
Die Sonne lud ein, den Tag mit einem Lächeln im Gesicht zu begrüssen. Und nach einem feinen Frühstück im Hotel du Nord machten wir uns gestärkt auf den Weg in Richtung Vivario. Ab da ging es gemächlich der Manganello entlang bis zur Bergerie de Tolla. Glück gehabt! Die Hütte war noch bewirtet. Nicht ganz selbstverständlich, werden die Öffnungszeiten doch recht flexibel gehandhabt – und nicht publiziert… Gerne kehrten wir ein und bewunderten das rege Treiben der GR20-Wanderer, die mal mehr, mal weniger fit Halt machten oder auf ihren Stock gestützt müde an der Hütte vorbei stolperten. Die Wanderung zeigte erstmals auf, wie abwechslungsreich sich die Wanderwege auf Korsika präsentieren können. Von flach und breit über geröllig hin zu groben runden Steinen ist in kurzen Abständen alles zu haben. Gute Kondition und feste Schuhe bewähren sich daher jedesmal von Neuem. Meine Gruppe hat die Herausforderungen mit Bravour gemeistert!

Panoramawanderung nach Corte
Mit dem TGV, dem Train à grande vibration, ging es heute ab Corte nach Poggio-di-Venaco. Ausstieg an einem Bahnhof, der für Filmkulissen jedwelcher Art bestens geeignet erscheint. Nun, irgendwann ging es hier bestimmt lebhaft zu und her. Nur ist dies aus heutiger Sicht schwierig vorstellbar. Schon kurz darauf sind wir allerdings wieder in bewohntem Gebiet und dürfen zum ersten Mal eine herrliche Weitsicht über das hügelige Land geniessen. Abwechslungsreich führte uns der Wanderweg dann durch lichte Wälder und sanfte Täler und hoch zum Punta Cisterna auf 1031 Metern. Unvergesslich wird uns allen bestimmt die Begegnung mit dem Schwarzwild in Erinnerung bleiben. Ein paar Meter neben dem Weg entdeckten wir ein Frischling und gefühlt unmittelbar dahinter in der Macchia grunzte die Bache aufgeregt. Die Spannung war allen Teilnehmenden anzumerken und für alle war klar: Fotoapparat wegstecken und einfach zügig weiter wandern! Danach konnten wir uns wieder auf das Panorama fokussieren und uns an der Landschaft erfreuen.

Punta di Zurmulu
Nicht zu viel versprochen: Auf dem Gipfel des Hausberges von Corte erwartete uns eine grandiose Aussicht bis zum Tyrrhenischen Meer, ins wilde Tavignano-Tal und auf den zweithöchsten Korsen, den Monte Rontondo (2622 m) zuhinterst im Restonica-Tal. Eine konditionell knackige Rundwanderung mit einer technischen Schlusspartie, die jeden Schweisstropfen wert war.

Ein Kreuz auf einem Felsen mit Blick auf das Tal und die Berge im Hintergrund unter klarem blauen Himmel.
Punta di Zurmulu (940 m)

Col de Vergio – Cascade de Radule
Nach ein paar herrlichen Tagen in den Bergen rund um Corte ging es heute weiter ans Meer nach Calvi. Dabei führte uns der Weg durch das wilde Tal der „Scala di Santa Regina“ hoch zum Col de Vergio und durch die „Gorges de la Spelunca“ runter nach Porto. Anschliessend folgten wir der eindrücklichen, Küstenstrasse nach Calvi, vorbei am bekannten „Réserve naturelle de Scandola“. Um diese sehr kurvenreiche Reise ohne Trombose zu überstehen, baute ich am Col de Vergio eine gut 2stündige Wanderung zu den Wasserfällen von Radule ein. Nun, die Wasserfälle waren auch schon spektakulärer, doch die Gegend war einmal mehr traumhaft schön, abwechslungsreich und vielseitig. Und ausserdem durften wir einen ziemlichen Wegabschnitt auf dem bekannten GR20 zurücklegen, dem bekannten 180km langen Weitwanderweg mit 12’000 Metern Auf- und ebensovielen Metern Abstieg.

Revellata Halbinsel
Mit viel Wasser im Rucksack wandern wir heute direkt vom Hotel aus in Richtung Notre Dame de la Serra. Auf dem Aufstieg öffnet sich uns ein herrlicher Blick über die Geburtsstadt Kolumbus (1451 – 1506) mit ihrer eindrücklichen Zitadelle, die hoch über dem Hafen trohnt. Schützend wacht die Jungfrau Maria bei der Wallfahrtskapelle über das lebhafte Touristendorf im Tal. Danach steigen wir ab, vorbei an eindrücklichen Tafoni, den bekannten verwitterten und ausgewaschenen Gesteinsformen und gelangen so auf die Halbinsel Ravellata. Entlang von imposant steil ins Meer abfallenden Steilküsten wandern wir zum höchsten Punkt und weiter zum markanten Leuchtturm. Ab da folgen wir dem Sentier Douaniers, dem ehemaligen Zöllnerweg, zurück nach Calvi. Eine lange aber landschaftlich unglaublich schöne Wanderung!

Capu di a Veta
Die Wanderung auf den Hausberg von Calvi ist zugleich auch bereits die Abschlusswanderung dieser kurzweiligen Wanderwoche. Doch wer meint, es gehe zum Abschluss gemütlich zu und her, der irrt. Die Strecke ist wohl lediglich halb so lang wie die Wanderung rund um die Ravellata Halbinsel, doch der Weg sorgt immer wieder für die eine oder andere Überraschung. Trittsicherheit und Konzentration ist gefragt. Als Wanderleiter bin ich in solchen Situationen natürlich innerlich angespannt, denn die Sicherheit geniesst bei mir stets oberste Priorität. Umso schöner, wenn eine Teilnehmerin am Ende der Wanderung erschöpft und mit zittrigen Knien dasteht, dabei aber lacht und freudig sagt „Isch huere geil gsi!“ – Ein passenderes Schlusswort hätte ich für diese Woche nicht finden können.

Für Baumeler darf ich nun schon ein paar Jahre Korsika erwandern. Und jedes Mal freue ich mich von Neuem, auf diese Insel zu reisen. Land und Leute auf Korsika bieten einfach unglaublich viel Abwechslung und das „Völklein“ überzeugt immer wieder mit seinem eigenen Charme. Umso mehr freue ich mich auf 2027, um dann zusätzlich im Süden eine weitere Wanderwoche anbieten zu können. Subito bei mir anmelden. Es wird super!


PS: Hier findest du die nächsten tollen geführten Wanderangebote mit mir. Nichts Passendes gefunden? Lass uns für dich und deine Freunde individuell eine geführte Tour aushecken… Mail und/oder Anruf genügt :-). Bis bald!



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