Die Schesaplana – (fast) bereit

Wer kennt sie nicht, die höchste Erhebung im Rätikon? Mit 2965 m.ü.M. thront die Schesaplana hoch über dem Tal und strahlt stolz bis weit über das Prättigau hinaus. Als Grenzgebirge trennt sie die Schweiz und Österreich. Andere Länder, andere Sitten, trifft es hier ganz genau: Aus dem Österreich ist es ab dem Lünersee schon fast ein besserer Spaziergang auf den Gipfel, währenddem es von der Schweizer Seite definitiv rauher und alpiner zur Sache geht. Kein Wunder scheuen sich verschiedentlich auch geübte Berggänger den Berg selbstständig unter die Füsse zu nehmen…

Meine heutige Reko-Wanderung führte früh Morgens ab der SAC Schesaplana-Hütte auf dem direkten Weg in die Höhe. Doch schon nach ein paar hundert Höhenmetern hiess es umkehren. Im Schlüssel-Couloir liegt schlicht noch zu viel Schnee! Egal. Bis Mitte Juli wird noch viel Schnee schmelzen. Und dann, ja dann kann man mit fachkundiger Führung die T4-Wanderung mit rund 1000 Höhenmeter und rund 4 km Distanz ab der Hütte bis zum Gipfel getrost in Anspruch nehmen und die Umgebung und Aussicht geniessen. – Für den Abstieg stehen grundsätzlich drei Wege zur Verfügung: Über die Gamslugga, durch das Schaftobel oder über die Aufstiegsroute. Je nach Verhältnisse, Können und Verfassung.

Auch wenn in der Höhe noch viel Schnee liegt so lohnt sich ein Ausflug ins Gebirge allemal: Die Alpenrosen blühen in schönster Pracht, Enziane leuchten, der Rosmarin-Seidelbast strahlt Freude aus und die ersten Männertreu sorgen für den typischen Alpenduft. Daneben zeigen sich die Murmeltiere wieder von ihrer muntersten Seite und lassen den Nachwuchs behutsam erstmals ins Freie. Eine Augenweide!

Übrigens: Ab dem 14. Juli bis zum 2. August biete ich bei entsprechender Nachrage (fast) täglich eine geführte Wanderung auf die Schesaplana an. Die Termine sind unter der Rubrik „Meine Angebote„. Die Touren werden ab einer Anmeldung durchgeführt. Ausgangs- und Zielort ist die Schesaplanahütte SAC. Abmarsch ist jeweils um 8 Uhr. Anmeldung bis am Vorabend möglich. Am Vorabend wird auch über die Durchführung entschieden. Chunsch au?


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Michael Meier

Zu Fuss unterwegs im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter, bei Sonne, Regen oder Schnee mit und ohne Schneeschuhen. Ganz egal. Wichtig ist mir, mit frischem Geist und offenen Augen meine (Um-)Welt immer wieder neu zu entdecken und zu erleben. Die Foto-Kamera begleitet mich dabei, das Erlebte bildlich festzuhalten, um dann und wann einen Blog zu verfassen. Schön, wenn sich dadurch zahlreiche naturbegeisterte Menschen für eine geführte Wanderung mit mir motivieren lassen.