Die heutige Wanderung lässt uns Grenzen überschreiten. Und dies gleich mehrmals. Erstens gelangen wir heute über die grüne Grenze nach Italien und zweitens wechseln wir auch das Sprach- und Kulturgebiet. Der ‚caffè italiano‘ am Ziel in Montespluga will entsprechend in der Fremdsprache bestellt werden. Bei löst dies jedes Mal so etwas wie Ferienfreude auf und die Wanderung gewinnt noch stärker an Attraktivität.
Wandern unter Dach
Mit dem öV lassen wir uns bis zur Station Splügenpass, Berghaus fahren. Gleich nach dem Berghaus Splügenpass und dem Zollhaus biegt der Wanderweg nach links ab. Nach rund 250 Meter überqueren wir Passtrasse. Nun stehen wir direkt vor dem Eingang der historischen Galerie am Splügenpass. Der Wanderweg führt durch dieses gut lichtdurchflutete einzigartige Baudenkmal. Die Galerie macht die ehemalige Bedeutung des Passverkehrs anschaulich und erzählt von den Leistungen der Ingenieure und Handwerker im 19. Jahrhundert. In der Schweiz existiert kein vergleichbar grosses und ebenso gut erhaltenes Beispiel einer Schutzgalerie aus der Zeit der ersten Kunststrassen wie diese hier in Graubünden. Zwischen 2006 und 2010 wurde die Galerie aufwändig restauriert.




Nach 300 Metern endet die Galerie. Wir biegen wieder in den klassischen Bergwanderweg ein, der unterhalb der Passstrasse verläuft. Bald darauf erreichen wir die Passhöhe. Unser Weg führt links weg und hoch zum Bergseeli. Hier lässt sich bestens eine erste Pause machen und die Aussicht geniessen. Nach einer weiteren halben Stunde erreichen wir die Landesgrenze. Der Lago Azzurro begrüsst einen auf sehr überraschende und beeindruckende Weise. Nie hätte man hier oben einen so imposanten See erwartet. Gemütlich folgen wir dessen Ufer und wandern weiter in Richtung Süden. Vor uns öffnet sich bei jedem Schritt das Val San Giacomo, an dessen Fusse das lebendige Städtchen Chiavenna mit seinem weit herum bekannten lokalen Wein- und Käseangebot liegt. Auf dem Abstieg in Richtung Montesplugableibt ausreichend Zeit, die nun bereits herbstlich gefärbte Landschaft zu geniessen und seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Nach einer kurzen Besichtigung des Dorfes lässt sich Im Albergo della Posta die Wartezeit auf den Bus bestens überbrücken.

TIPP: Über die Via Spluga lässt sich in einer Stunde wieder auf den Splügenpass aufsteigen. Der letzte Abschnitt unterhalb des Passes führt über den doppelspurigen Abschnitt desSäumerpfades.
TOP: Eine Einkehr beim jungen, frischen Wirtepaar Alessia Morell und Mauro Veraguth im Berghaus Splügenpass. Im altehrwürdigen, geschichtsträchtigen Berghaus lässt sich perfekt auf die Wanderung einstimmen.
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Eckwerte zur Tour:
Wanderzeit: rund 2 1/2 h (zzgl. Pausen); Distanz: 5 km, Aufstieg 472 HM, Abstieg 594 HM, Schwierigkeit T2; gute körperliche Verfassung, gute Kondition, trittsicher Einkehrmöglichkeiten: ja
PS: Hier findest du die nächsten tollen geführten Wanderangebote mit mir. Nichts Passendes gefunden? Lass uns individuell eine geführte Tour aushecken… Mail und/oder Anruf genügt :-). Bis bald!
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