Mit dem Spruch „Schaue aufwärts, denke vorwärts“ werden wir auf dem Gipfel des Pizalun empfangen. Auch wenn die Schnitzerei bereits ein paar Jahre auf dem Buckel hat, so scheint mir die Aussage hier oben aktuell passender denn je: Die Umsetzung der Energiestrategie 2050 löst auf dem St. Margrethenberg nämlich gerade eine heftige Debatte darüber aus, ob hier oben schon demnächst mehrere Windräder Energie produzieren sollen oder nicht. Unbestritten würden diese Kraftwerke das Landschaftsbild nachhaltig prägen. Je nach Standpunkt wäre dies eine aufrechte Haltung und vorwärts gedacht. Andere selbstverständlich wären der Ansicht, es müsste doch noch andere Möglichkeiten geben, vorwärts zu denken. Die gesicherte Plattform auf dem Gipfel lädt ein, nicht nur ausgiebig die wunderbare Aussicht zu geniessen sondern sich individuell seine Gedanken zur Bedeutung der Inschrift zu machen.

Auf zum Grenzberg
Den Ausgangspunkt der angenehmen Frühlings-Wanderung erreichen wir bequem mit dem Postauto ab Bad Ragaz. Dieses bringt uns bis nach ‚St. Margrethenberg, Dorf‘ auf 1199 müM. Mit etwas Glück können wir uns im Raum Tristeli gleich zu Beginn am Anblick von weidenden Gämsen erfreuen. Bei der ersten Abzweigung auf der Fürgglistrasse biegen wir in die Pizalunstrasse ein. Diese geht bald über in einen gut ausgebauten Bergwanderweg. Durch lichten Mischwald steigt dieser kontinuierlich leicht an und führt uns zielstrebig auf den Gipfel. Ab da folgen wir dem Jägeri-Weg. Dieser führt uns abwechselnd über St. Galler, bzw. Bündner Boden nach Bühl. Über die angenehm ausgebaute Fürgglistrasse erreichen wir das Buura-Beizli und eine gute halbe Stunde später das Dorf. Auch wenn sich bereits die ersten Frühlingsboten in Form von Leberblümchen und Krokussen zeigen und die Vögel wieder wunderbare Konzerte geben, so liegt in schattigen Wegabschnitten noch verbreitet Schnee. Es kann entsprechend rutschig werden. Festes Schuhwerk und Stöcke sind daher sehr empfehlenswert.

TIPP: Eine Einkehr im Buura Beizli (www.buura-beizli.ch) bei Sevi und Susi Blöchlinger ist ein Muss. Beim gelernten Bäcker-Konditor und der gelernten Köchin kommt so ziemlich alles selbst- und hausgemacht auf den Tisch. Genial.
TOP: Der Pizalun ist perfekt geeignet, um die Sonne in der Früh auf dem Gipfel zu begrüssen. Für die richtige Ambiente unbedingt den Kaffeekocher einpacken.

Eckwerte zur Tour: Wanderzeit: rund 2 1/4 h (zzgl. Pausen); Distanz: 6.5 km, Aufstieg 294 HM, Abstieg 295 HM, Schwierigkeit leichte Bergwanderung, Einkehrmöglichkeiten: ja, Trinkwasser: ja. öV-Ticket ab Chur: CHF 16.60 (2. Kl., 1/2-Tax)
PS: Hier findest du die nächsten tollen geführten Wanderangebote mit mir. Nichts Passendes gefunden? Lass uns individuell eine geführte Tour aushecken… Mail und/oder Anruf genügt :-). Bis bald!
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