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Idyllische Winterwanderung in Arosa

Zum Saison-Abschluss empfehle ich heute einen Ausflug nach Arosa. Arosa war lange Zeit eine abgelegene Walser-Siedlung und damit kein Touristenort, sondern ein alpines Bauerndorf. Ab etwa 1865 kamen erste Gäste, vor allem Tuberkulosekranke, nach Arosa. Die reine Luft, die Höhenlage und das Klima galten als gesundheitsfördernd. Ab 1883 wurde Arosa als Kurort aufgebaut. Zunehmend wurde…

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Zum Saison-Abschluss empfehle ich heute einen Ausflug nach Arosa. Arosa war lange Zeit eine abgelegene Walser-Siedlung und damit kein Touristenort, sondern ein alpines Bauerndorf. Ab etwa 1865 kamen erste Gäste, vor allem Tuberkulosekranke, nach Arosa. Die reine Luft, die Höhenlage und das Klima galten als gesundheitsfördernd. Ab 1883 wurde Arosa als Kurort aufgebaut. Zunehmend wurde Arosa auch international bekannt und entwickelte sich zu einem bedeutenden Luftkurort. Kein Wunder, nahm auch das Bedürfnis nach einer eigenen Energieversorgung zu. Dazu nutzte man das topografisch perfekt gelegene Gebiet Isel, um die dort zusammentreffenden Bäche Plessur und Welschtobelbach zu stauen. Seit 1897 dient der Stausee der Stromproduktion. Heute führt auch ein Wanderweg rund um den See. Was als Energie-Projekt begann, entwickelte sich mit der Zeit zu einem einmaligen Naturraum, der auch ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Vögel und Fische ist.

Ein schwarzes Eichhörnchen sitzt auf einem Ast und knabbert an einem Snack, umgeben von einem Waldhintergrund.

Wanderung zwischen zwei Welten

Am Bahnhof in Arosa herrscht noch emsiges Treiben zwischen Eisenbahn, Ortsbus, Taxi, Kutschen und Individualverkehr. Daher verlassen wir den Platz zügig und biegen in die Unterseestrasse ein. Bald schon heisst es: „Gömmer go iisbade?“ Die erste Eisbadi der Schweiz heisst uns mit diesen Worten willkommen. Die Beantwortung der Frage überlasse ich gerne jedem selbst. Die Wanderung führt auf jeden Fall über die Iseltstrasse und Alte Postrasse weiter talwärts in Richtung Stausee. Dabei tauchen wir ein in eine angenehm ruhige Landschaft. Über die Staumauer wechseln wir die Talseite und steigen auf dem sehr gut unterhaltenen Winterwanderweg auf zur Furggaalp. Herrlich hier. In einem grossen Bogen folgen wir dem Weg und wandern durch den Furggawald zurück. Bei der ARA überqueren wir die Plessur und steigen wieder auf zu unserem Ausgangspunkt am Obersee. Nun haben wir uns eine Stärkung in einer der hier zahlreichen Restaurants verdient.

Eine rustikale Holzscheune mit Eiszapfen und einer Schneedecke auf dem Dach.

TOP: Die Wanderung ist hervorragend als aktiver Sonntagsausflug für mit der ganzen Familie geeignet. Abwechslungsreich, kurzweilig und im schlimmsten Fall kann mit dem Ortsbus vom/zum Bahnhof bis/ab Untersee abgekürzt werden.

TIPP: Wer nicht auf den nächsten Wandertipp warten mag, dem sei die Homepage der Wanderwege Graubünden empfohlen. Bei diesen dreht sich alles ums Wandern. Jedes Jahr werden rund 50 geführte Wanderungen im Kanton angeboten. Diese sind sowohl online als auch in gedruckter Form detailliert beschrieben und bieten so Wandernden aller Niveaus tolle Inspiration für ihre Abenteuer.

Artikel über Winterwanderungen in Arosa, einschließlich Empfehlungen und Informationen zu Wanderwegen und Sehenswürdigkeiten.
Meiers Wandertipp: Erschienen am 26.3.2026 in den Zeitungen Südostschweiz und Bündner Tagblatt

Eckwerte zur Tour: Wanderzeit: rund 2 1/4 h (zzgl. Pausen); Distanz: 7 km, Aufstieg 284 HM, Abstieg 284 HM, Schwierigkeit leichte Winterwanderung Einkehrmöglichkeiten: nein, Trinkwasser: nein. öV-Ticket ab Chur: CHF 16.00 (2. Kl., 1/2-Tax)


PS: Hier findest du die nächsten tollen geführten Wanderangebote mit mir. Nichts Passendes gefunden? Lass uns individuell eine geführte Tour aushecken… Mail und/oder Anruf genügt :-). Bis bald!



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