Samichlaussuche

Covid hin oder her. Es wird doch wohl nicht sein, dass man in diesem verrückten Jahr keinen Samichlaus antrifft?! Also machen sich Anita und ich gleich nach dem Frühstück auf den Weg in Richtung Islatal. Der Winter ist definitiv auch in Seewis eingetroffen. „Freude herrscht!“, wie vor ein paar Jahren Bundesrat Ogi zu sagen pflegte. Nur, es ist einfach so: Eine SO frisch verschneite Landschaft lädt einfach ein, sich ein paar Minuten draussen zu bewegen. Die Frage, die sich mir vor Aufbruch stellte, war lediglich, ob wir die Schneeschuhe oder doch nur die Gamaschen montieren sollen. Wir haben uns für Letzteres entschieden. Der Vorteil dieser Ausrüstung liegt auf der Hand: Die Hände sind jederzeit frei, DEN richtigen Moment in einem Bild festzuhalten. Bloss, welches ist DER Moment? Die Landschaft präsentiert sich so einladend frisch, dass wir kaum aus dem Staunen kommen.

Über den Prättigaublick ziehen wir los in Richtung Islatal. Knietief waten wir immer wieder durch den frischen Schnee und geniessen den starken Schneefall. Eine Ruhe umgibt uns, wie es sie nur im Winter gibt. Mystisch werden alte Ställe und Hütten im Halbnebel und Schnee sichtbar, um dann auch wieder zu verschwinden. Bis auf die Eichhörnchen scheinen sich die Wildtiere langsam in die Winterruhe zu begeben, denn davon entdecken wir auf dem Weg nach Fadära keinerlei Spuren. Ruhe und Erholung pur.

Der tiefe Schnee lässt unsere „Pumpe“ allerdings deutlich stärker arbeiten als im Sommer. Auf jeden Fall sind wir froh, nach einer gefühlten Ewigkeit den gepfadeten Weg auf Fadära (schön wäre es gewesen, hier einen Glühwein zu trinken…) zu erreichen und über die Güterstrasse zurück ins Dorf zu finden.

Nun, trotz intensiver Suche haben wir auf unserem Sonntags-Advents-Spaziergang nicht nur den Samichlaus nicht angetroffen sondern auch sonst sind uns herzlich wenig Chläuse begegnet. Wir erreichten unser Zuhause dennoch richtig zufrieden und freuten uns umso mehr über die zwei herzigen Gritibänzen, die im Schnee auf der Terrasse nur darauf warteten, verspeist zu werden. Challenge angenommen… 🙂

Pflege das Leben, wo du es triffst (Hildegard von Bingen)

Michael Meier

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