Zum 18. Mal bieten die Schweizer Wanderwege zahlreiche Angebote in der sogenannten Wandernacht an. „Für Nachteulen und andere Wandervögel,“ lautet das Credo. Und es stimmt: Im Dunkeln sieht man zwar weniger, dafür hört, riecht, schmeckt und fühlt man intensiver.
Seit Monika & Beat Gansner aus Seewis die Calandahütte SAC als Hüttenwarte führen, machen sie an der Schweizer Wandernacht mit und bereits zum wiederholten Male durfte ich eine Wanderung auf den Calanda führen. Am Samstag beginnen wir den Event am Bahnhof in Haldenstein auf 555 m.ü.M., um in rund fünf Stunden zur Hütte auf 2’073 m.ü.M hoch zu steigen. Dabei durchwandern wir so ziemlich alle Höhenstufen: Von kollin über montan, subalpin bis alpin führt uns der knackige Hüttenanstieg dem Gipfel entgegen. Der Duft in der ‚Zone der alpinen Rasen‘ wird heute aber nicht nur von Alpen-Astern und unglaublich fein duftendem Männertreu dominiert. Dazwischen schiebt sich auch ein mit viel Herzblut hergerichteter Apèro der Hütten-Crew. Sensationell, was die ‚Mädels‘ uns nebst Pinot Grigio und Wasser in dieser einmaligen Alpenwelt alles auftischen! Doch es kommt noch besser: Das Nachtessen ist hervorragend, die Schokolademousse ein Gedicht! So lässt sich leben… Vor der Bettruhe dann ein weiterer Höhepunkt: Der Vollmond steigt hinter den Bergen empor und verzaubert die Landschaft (und ihre Betrachter) auf magische Weise. „Wow, wenn das um 0300 Uhr bei Tagwache weiterhin so eine Nacht ist…“





…und der Himmel bleibt von Sternen übersät und sanft vom Mond beleuchtet. Entsprechend froh gelaunt machen wir uns noch mitten in der Nacht auf den Aufstieg zum Calanda. Wir merken kaum, wie wir die knapp 700 Höhenmeter überwinden und sich der neue Tag langsam bemerkbar macht. Ein Morgenrot vom Feinsten. Dazu das Gurren der Alpenschneehühner. „Was willst du in die Ferne schweifen? Sieh, das gute liegt so nah!“ Als sich dann kurz vor sechs Uhr die Sonne langsam über den Horizont schiebt, ist das Glück für alle perfekt. Was kann es schöneres geben, als solche Momente live zu erleben! Vielleicht noch ein paar Steinböcke in der Szenerie? Auch das wird geboten. Einfach einmalig und an Schönheit kaum zu übertreffen, dieser Morgen.






Nachdem die Sonne ihre wärmenden Strahlen immer mehr zur Erde geschickt hat, machen wir uns langsam auf den Abstieg. In der Hütte wird uns ein 5*-Frühstück vom Feinsten serviert. Ich wiederhole mich, ich weiss, aber: Monika, du hast uns als Gastgeberin mit deinem Team wirklich alle rundum begeistert! Besten Dank. Und dass sich das Wetter auch noch dermassen für uns entschieden hatte, lässt am Wochenende kaum noch irgendetwas topen!

Wer nun auch etwas Lust auf frische Luft bekommen hat: Am 12./13. Juli 2025 findet dien nächste Schweizer Wandernacht statt. Und wer nicht so lange warten mag findet hier die nächsten Angebote, um unsere Natur sicher geführt zu Fuss erleben zu können.
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