Eichenspinner und Weisse Alpenrosen: Faszination Natur

Auf einer Wanderung ist der Blick oft in die Ferne gerichtet: Sonnenauf- und untergänge wollen keinesfalls verpasst werden, das sich stets wechselnde Panorama möchte man bestaunen und die einmaligen Eindrücke für neblige Tage verinnerlichen. Daneben gibt es allerdings auch im nahen Umfeld unglaublich viel Spannendes zu beobachten, wie z.B. diese Eichenspinner, die auf einer Wanderung auf das Muttner Hora mein Interesse weckten.

Hast du gewusst, dass Insekten mit vollständiger Verwandlung (Metamorphose) über einen weitgehend gleichmässig gegliederten Rumpf verfügen, der sich aus Kopf mit Nackenschild und 14 Segmenten zusammensetzt und mit dem ‚Nachschieber‘ abschliesst? Die Brustsegmente, das sieht man auf den Bildern nur bei starker Vergrösserung, sind mit sogenannten ‚Stigma‘ ausgestattet. Das sind porenartige Öffnungen, die die einzelnen Organe mit Sauerstoff versorgen.

Bis das Insekt ein ausgewachsener Schmetterling, bzw. Falter ist, verwandelt sich das Ei zur Raupe, zur Puppe und schlussendlich zum Schmetterling. Die hier angetroffenen Eichenspinner sind gerade dabei, sich ihren pergamentartig festen, eiförmigen Kokon zu bauen, um sich anschliessend darin zu verpuppen. Die Männchen fliegen tagsüber sehr flink auf der Suche nach Weibchen umher, obwohl diese vorwiegend nachtaktiv sind… Und die Eier verstreut das Weibchen anschliessend im Flug.

Anders als der Name vermuten lässt, ernähren sich die Eichenspinner nicht von Eichen. Stattdessen lieben sie verschiedene strauchartige Pflanzen wie etwa Schlehe, Brombeere, Besenginster, Besenheide oder wie hier vorgefunden, Heidelbeere. Bei uns findet man den Eichenspinner daher gerne nahe der Baumgrenze.

Übrigens: Der Eichenspinner gehört zur Schmetterlingsfamilie „Glucken“ und entwickelt sich zu einem mittelgrossen, kastanienfarbenen Falter mit je einem markanten weissen Punkt in den Flügel, wie ich dem Buch „Der Kosmos Schmetterlingsführer“ weiter entnehmen kann.

Auf der Wanderung stiess ich später noch auf eine besondere Rarität: Weisse Alpenrosen. Dazu in einem späteren Blog mehr. Die Wanderung auf Mutten zeigte somit einmal mehr, dass es sich bei jedem Wetter lohnt, die Wanderschuhe zu schnüren, den Rucksack zu packen und auf eine (geführte) Wanderung aufzubrechen… – Anruf genügt 😉


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Michael Meier

Zu Fuss unterwegs im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter, bei Sonne, Regen oder Schnee mit und ohne Schneeschuhen. Ganz egal. Wichtig ist mir, mit frischem Geist und offenen Augen meine (Um-)Welt immer wieder neu zu entdecken und zu erleben. Die Foto-Kamera begleitet mich dabei, das Erlebte bildlich festzuhalten, um dann und wann einen Blog zu verfassen. Schön, wenn sich dadurch zahlreiche naturbegeisterte Menschen für eine geführte Wanderung mit mir motivieren lassen.