
Mit seinen grossen weiten Flanken, den gut ausgebauten und einladenden Wanderwegen bietet sich der Heinzenberg an, auch mehrmals bewandert zu werden. Dazu kommt, dass das Panorama hier oben einfach überwältigend ist. Selbstverständlich dominiert im Süden der Lokalmatador Piz Beverin mit seinen 2’997 müM. Eindrücklich steht er da und scheint die Szenerie rundum fest im Griff zu haben. Daneben öffnet sich uns aber auch der Blick in Richtung Piz Ela (3’339müM), in die Aroser Bergwelt, in den Rätikon mit der Schesaplana (2’964 müM, und, und, und. Es lohnt sich, immer wieder innezuhalten und diese positive Kraft in sich aufzunehmen.

Wandern und geniessen
Die Wanderung beginnen wir bei der Postauto-Haltestelle ‚Oberurmein, Caziela‘. Ab da folgen wir der Baria Sut und biegen kurz darauf in die Strasse Patrutg ein. Diese verlassen wir in der starken Linkskurve und biegen in den Wanderweg ein, der uns in Richtung Tgoma da Zups und weiter zur Porteiner Alp führt. Ab da steigen wir auf zum Grat auf 2019 müM. Wer nun eine Stärkung benötigt, kehrt direkt im Summerbeizli ein (bis 21.9. täglich von 10 – 17 Uhr geöffnet). Die Hirtinnen machen ihren Job als Gastgeberinnen bestens. Sie trägt definitiv keine Schuld an der Entstehung des Bischolasee, wie dies eine legende erzählt. Wundrig geworden? Die ganze Geschichte findet sich auf der Speisekarte…Wer auf dem Grat noch Energie hat, macht zuerst den Abstecher auf den Tguma. Nach Bischola wandern wir den traumhaften Seen vorbei zur Alp Lüsch. Hier schlagen wir den etwas längeren Weg über den Glaser Grat zum Glaspass ein. So folgen wir dem Alpweg in einer leichten Steigung bis Punkt 1988, erfreuen uns am Blick über den Lüschersee. Der kurze aber knackige Schlussaufstieg auf den Grat führt wieder über einen Wanderweg. Das Team der Bruchalp hat hier präventiv einen ‚Notfall‘-Posten eingerichtet. So können noch einem alle Kräfte mobilisiert werden. Das Ziel Glaspass wird bald sichtbar und damit verbunden auch das Berggasthaus Beverin, welches nun in einer knappen halben Stunde erreicht ist. Aber Vorsicht bei der Einkehr: Das letzte Postauto fährt bereits um 15:49 Uhr ins Tal. Der Zeitplanung ist auf dieser Wanderung entsprechende Beachtung zu schenken.

TIPP: Vor dem Weg ins Summerbeizli auf der Alp Bischola lohnt sich der Abstecher ab Punkt 2019 auf den Tguma (zus. 151 HM Auf- und 151 HM Abstieg, 1.7 km und ca. 45 Min). Ein wunderschöner Aussichtspunkt mit ausreichend Platz um Pause zu machen.
TOP: Lüschalp oder Bruchalp. Es lohnt sich, die frischen Alpprodukte zu kosten.
Eckwerte zur Tour: Wanderzeit rund 3 1/4 h (zzgl. Pausen); Distanz: 9.7 km, Aufstieg 675 HM, Abstieg 387 HM, Schwierigkeit T2;gute körperliche Verfassung, mittlere Kondition, trittsicher Einkehrmöglichkeiten: ja, Trinkwasser: Ja. öV-Ticket ab Chur: CHF 25.00 (2. Kl. Hin- und zurück, 1/2-Tax)
PS: Hier findest du die nächsten tollen geführten Wanderangebote mit mir. Nichts Passendes gefunden? Lass uns individuell eine geführte Tour aushecken… Mail und/oder Anruf genügt :-). Bis bald!
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