Landeshauptstadt Schwerin

Heute nehmen wir Abschied von Kühlungsborn und der Ostsee. Nicht aber, ohne uns vorher in der Bäckerei „Junge“ mit Blick auf das Meer noch ein richtig leckeres Frühstück gegönnt zu haben. Über Wismar erreichen wir in einer guten Stunde Schwerin, die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern. Die Einheimischen bezeichnen Schwerin als „Stadt der sieben Seen“, liegt sie doch eingebettet inmitten einer waldreichen Seenlandschaft. Diese Topographie war es auch, die Schwerin in früheren Jahren erfolgreich vor fremden Vögten schützte. Das wald- und sumpfreiche Gebiet hielt verschiedene Besetzer davor ab, die Stadt anzugreifen bzw. half andererseits den Bewohner, sich erfolgreich gegen Dritte zu verteidigen. Auffallend ist, wie es für mich als Besucher irgendwie den Eindruck macht, als wäre in Schwerin die Zeit stehen geblieben. 1989 war wohl die Wende, doch in den Köpfen der Bewohner, im Erscheinungsbild der Stadt und in der Lebensweise scheint sich der Sozialismus weiterhin festzuhalten. „Wenn einer eine Reise tut…“ – Ist schlussendlich auch schön, wieder mal etwas richtig Neues in einer Stadt zu entdecken.

Das Schloss hingegen ist wunderschön. Dass dieses rundum mit Komplimenten bedacht wird, ist entsprechend nachvollziehbar. Hier im offiziell schönsten Landtag Deutschlands als Politiker tagen zu dürfen könnte für den einen oder anderen Anreiz genug sein, sich zur Wahl in den Landtag zu stellen. Uns genügt ein gemütlicher Rundgang im Schloss und der regelmässige Blick durch die Fenster nach draussen. Herrlich, wie das „Märchenschloss“ reizvoll in die malerische Seen- und Parklandschaft eingebettet ist!

Nach einem Bummel in der idyllischen Altstadt verabschieden wir uns von „MV“ und nehmen langsam die Rückreise unter die Räder. Ziel ist der PP des Hotels Fichtelgebirgshofs in Himmelkron (A9, Ausfahrt 39). Es erwartet uns dort wieder sehr gastfreundliches Personal und ein leckeres Abendessen.

Michael Meier

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