Quiberon und die Menhier von Carnac

Unsere erste Wanderung führt uns ganz gemütlich direkt ab dem Hotel um die Insel nach Quiberon. Man glaubt es kaum, doch sind es über 4’700 Einwohner, die den Ort ganzjährig bewohnen. Vielleicht es es einfach die Weite und das coupierte Gelände, die es einem erschweren, sich auf die Schnelle einen grösseren Überblick von der Dimension hier zu verschaffen. Rasch wird allerdings klar, dass der Ort und die Region stark vom Tourismus abhängig sind. Im Zentrum des Dörfchens sind unzählig viele kleinere und grössere Restaurants und Läden anzutreffen. Alle versuchen mit ihrem eigenen Charme zu überzeugen. Das schlussendlich von mir gewählte Crêperie-Restaurant „L’Hermine“ punktete auf jeden Fall von A – Z. Super nett wurde ich empfangen und bedient und die empfohlene Galettes machte Lust auf mehr. Daneben konnte ich einen herrlichen Blick auf den Port Maria geniessen. Ok, bei derart fantastischem Wetter gefällt es natürlich schnell…

A propos Wetter: Heute war diese wirklich kaum zu überbieten! Und damit wir nicht zu heiss bekamen, sorgte eine kleine Brise vom Meer her für konstant angenehmes Wanderwetter. Einfach ein 1A-Einstieg in die Wanderwoche.

Gut gestärkt führt uns Lydie am Nachmittag mit dem Bus nach Carnac. Hier heisst es „Willkommen im Menhirland!“ Auf etwa 40 ha wurden zwischen 7000 und 4000 v.Chr. (je nach Quelle) über 3000 Menhire aufgerichtet. Die Steinreihen zählen zu den berühmtesten und grössten der Welt. Das Besondere an den Menhiren bzw. Megalithen ist sicher die Anordnung in unglaublich gleichmässigen Reihen. Aber wozu dienten wohl Steine? Es gibt zahlreiche Vermutungen, die als Erklärungsansatz für den Ursprung der Steinreihen dienen: religiöse Denkmäler, Mond- oder Sonnenkult, Kalender für den Ackerbau oder, der Legende nach, die Versteinerung der römischen Armee… Es bleibt ein ungelöstes Rätsel! Für mich irgendwie plausibel tönt die Vermutung, dass der Handel mit Salz eine Bedeutung gehabt haben könnte. Dieser war damals recht relevant und hätte den Weg weisen können. Allerdings bin ich der Ansicht, dass Mond- und Sonnenkult ebenso grossen Einfluss gehabt haben könnte. Siehe dazu meinen Text „Wandern und geniessen in der Surselva“. Wie dem auch gewesen sein möge: Eindrücklich und sehenswert waren die Menhire allemal!

PS: Mehr zu meinen geführten Wanderungen für Baumeler findest du hier. Und falls du mal eine individuelle, geführte Reise mit mir unternehmen möchtest… Anruf genügt!



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Michael Meier

Zu Fuss unterwegs im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter, bei Sonne, Regen oder Schnee mit und ohne Schneeschuhen. Ganz egal. Wichtig ist mir, mit frischem Geist und offenen Augen meine (Um-)Welt immer wieder neu zu entdecken und zu erleben. Die Foto-Kamera begleitet mich dabei, das Erlebte bildlich festzuhalten, um dann und wann einen Blog zu verfassen. Schön, wenn sich dadurch zahlreiche naturbegeisterte Menschen für eine geführte Wanderung mit mir motivieren lassen.